Bundesrat-Vizepräsident und SPÖ-Bezirkschef Daniel Schmid: „Die Modernisierung des Bahnhofs Imst-Pitztal bleibt ein wichtiges Anliegen für den Bezirk. Jetzt gilt es, die laufenden Planungen konsequent voranzutreiben und insbesondere bei Park&Ride rasch zu tragfähigen Lösungen zu kommen.“
Mit rund 2,97 Milliarden Euro im neuen ÖBB-Rahmenplan bis 2032 erhält Tirol eines der stärksten Investitionspakete Österreichs. Das ist das Ergebnis intensiver Abstimmungen zwischen Bund, Land und ÖBB sowie eines geschlossenen Einsatzes für zentrale Tiroler Bahnprojekte. „Verkehrslandesrat René Zumtobel hat sich in enger Abstimmung mit mir intensiv dafür eingesetzt, dass auch der Bezirk Imst beim Bahnausbau weiter mitgedacht wird. Die laufenden Planungen für den Bahnhof Imst-Pitztal werden konsequent weitergeführt, um die nächsten Schritte für den weiteren zweigleisigen Ausbau im Oberland gut vorzubereiten und die Umsetzungsperspektive für den Standort zu sichern. Die Park&Ride-Anlage darf dabei innerhalb des Gesamtprojekts nicht untergehen“, erklärt der Vizepräsident des Bundesrats und SPÖ-Vorsitzende im Bezirk Imst, Daniel Schmid.
Klar sei: Die Parkplatzsituation am Bahnhof Imst-Pitztal ist angespannt. Die Planungen für Bahnhof, Barrierefreiheit, Busanbindung und Park&Ride laufen weiter. „Unser Ziel ist, dass die Park&Ride-Anlage prioritär behandelt wird – etwa durch eine etappenweise Realisierung einzelner Projektteile. Wo das technisch, rechtlich und finanziell machbar ist, soll insbesondere bei Park&Ride Tempo gemacht werden. Das Land Tirol ist bereit, seinen Beitrag zu leisten.“
Gleichzeitig weist Schmid die Darstellung zurück, der Einsatz für die Unterinntaltrasse sei zulasten des Oberlands gegangen. „Diese Erzählung hält einem Faktencheck nicht stand. Die Planungen für den zweigleisigen Ausbau bis Imsterberg wurden bereits im September 2025 von den ÖBB ausgesetzt. Der aktuelle Rahmenplan hat diese Entwicklung nicht verursacht, sondern bildet eine bereits zuvor getroffene Priorisierung ab. Wer Tiroler Bahnprojekte gegeneinander ausspielt, erschwert am Ende ein geschlossenes Auftreten Tirols gegenüber Bund und ÖBB.“
Die Modernisierung des Bahnhofs Imst-Pitztal bleibe ein zentraler Baustein für den weiteren Bahnausbau im Oberland. Der zweigleisige Ausbau sei notwendig, um Fahrplanstabilität, Taktung und öffentliche Mobilität im Bezirk auf ein neues Niveau zu heben. „Dazu braucht es eine enge Abstimmung zwischen Region, Land, Bund und ÖBB – mit realistischen Planungen, klaren Prioritäten und einem verlässlichen Schulterschluss aller Beteiligten.“
Dass nun auch einzelne ÖVP-Bürgermeister mehr Tempo beim öffentlichen Verkehr einfordern, begrüßt Schmid ausdrücklich. „Jedes Bekenntnis zu Bahn, Bus und Park&Ride ist willkommen. „Wer heute zu Recht mehr Tempo fordert, sollte morgen Planungen nicht wieder ausbremsen.“
Auch kurzfristige Lösungen für zusätzliche Parkflächen seien bereits geprüft worden. Nicht jede Variante bringe tatsächlich mehr Stellplätze, manche seien verkehrlich, rechtlich oder wirtschaftlich nicht vertretbar. „Deshalb braucht es jetzt einen sachlichen und lösungsorientierten Zugang mit einem einen klaren Fokus auf jene Maßnahmen, die für die Pendlerinnen und Pendler rasch spürbare Verbesserungen bringen. Die Menschen im Oberland erwarten sich zu Recht bessere Verknüpfungen, ausreichend Stellplätze und eine starke Bahn – genau daran arbeiten wir.“



