SPÖ Tirol startet Beteiligungsprozess für neues Wahlprogramm

  • LHStv Wohlgemuth: „Wir stehen stabil an der Seite der Menschen“ 
  • Blaha referierte zu zentralen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen

Mit einem breit angelegten Beteiligungsprozess hat die SPÖ Tirol den Startschuss für ihr Wahlprogramm für die kommenden Landtagswahlen gesetzt. Den Auftakt bildete heute in Innsbruck die inhaltliche Arbeit am neuen Wahlprogramm mit rund 150 Teilnehmer:innen, im Anschluss daran fand der Landesparteirat statt.

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Begrüßte rund 150 Teilnehmer:innen zum Wahlprogramm-Auftakt: SPÖ-Landesparteichef LH-Stv. Philip Wohlgemuth
 
Im Zentrum der Veranstaltung standen ein inhaltlicher Impuls von SPÖ-Tirol-Chef und Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth sowie ein Fachvortrag von Autorin und Gründerin des Politkongresses „Momentum“, Barbara Blaha. Im Anschluss arbeiteten Mitglieder, Gemeindevertreter:innen, externe Expert:innen und Interessierte in einem offenen „World Café“-Format gemeinsam an konkreten Ideen und Forderungen.
 
Wohlgemuth betonte in seiner Rede, dass es als Koalitionspartner Klarheit und Selbstbewusstsein brauche: „Unsere Regierungsbilanz kann sich sehen lassen. Wir setzen Schritt für Schritt um, was lange blockiert war.“ Als Beispiele nannte Wohlgemuth Fortschritte in zentralen Bereichen wie leistbares Wohnen, Mobilität und sozialer Infrastruktur. Besonders hervorgehoben wurden Meilensteine wie das Rekordbudget in der Wohnbauförderung oder die Baulandmobilisierungsabgabe, die 2026 auf Schiene gebracht wird. Solche Erfolge zeigen: „Wenn man konsequent dranbleibt, bewegt man etwas“, so Wohlgemuth. Sozialdemokratische Politik mache dort einen Unterschied, wo sie Verantwortung trägt – und verbessere konkret das Leben der Menschen. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, politische Inhalte verständlicher zu vermitteln und näher an den Lebensrealitäten der Menschen zu arbeiten.
 
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In vier Themengruppen wurden neue Lösungen gefunden und im Detail diskutiert.
 
Im Fokus der inhaltlichen Arbeit stehen vor allem drei große Themenbereiche: leistbares und bedarfsgerechtes Wohnen, faire Mobilität und leistbare Freizeit für Familien. Ziel sei es, konkrete Antworten auf die drängenden Alltagsfragen der Tirolerinnen und Tiroler zu geben. Ein zentrales Anliegen sei dabei auch die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
 
Einen inhaltlichen Rahmen dafür lieferte der anschließende Vortrag von Barbara Blaha. Sie zeichnete ein klares Bild der aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Österreich und verwies auf politische Versäumnisse der vergangenen Jahre im Umgang mit Teuerung, Energiepreiskrise und den Folgen des Ukraine-Kriegs. Während viele Menschen mit Reallohnverlusten kämpfen, hätten insbesondere Energiekonzerne massive Übergewinne erzielt. Auch die Schere zwischen Spitzengehältern und Durchschnittseinkommen gehe weiter auseinander. Blaha betonte daher die Notwendigkeit struktureller Maßnahmen wie einer stärkeren Besteuerung großer Vermögen, um soziale Gerechtigkeit nachhaltig zu sichern.
 
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Weiteren Input lieferte ein Fachvortrag von "Momentum"-Gründerin Barbara Blaha
 
Der von der SPÖ Tirol gestartete Beteiligungsprozess unter dem Motto „Dein Tirol. Dein Wahlprogramm.“ setze genau hier an: In thematischen Gruppen diskutierten die Teilnehmer:innen auf Basis des bestehenden Wahlprogramms neue Ideen und entwickelten Vorschläge weiter. Externe Expert:innen brachten zusätzliche Perspektiven aus der Praxis ein.
 
Die Ergebnisse der Diskussionen werden in den kommenden Monaten in den jeweiligen Themengruppen weiter ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung des SPÖ-Wahlprogramms ein. Ziel sei ein offener, partizipativer Prozess, in dem möglichst viele Stimmen aus unterschiedlichsten Regionen Tirols gehört werden: „Zu meinem Stil gehört auch weniger Ego und mehr Effekt - daher wird das Wahlprogramm nicht von oben herab diktiert, sondern mit der Tiroler Bevölkerung gemeinsam erarbeitet“, so Wohlgemuth abschließend.
 
Themenbereiche im Beteiligungsprozess

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