Blanik/Kovacevic zu Bauernbund & Baulandmobilisierung: "Solidarität ist keine Einbahnstraße."

Dass der Bauernbund die Baulandmobilisierung und somit ein weiteres Werkzeug für leistbares Wohnen zu verhindern versucht, demonstriere ein seltsames Solidaritätsverständnis der Interessensvertretung, kritisieren SPÖ-Wohnbausprecherin Elisabeth Blanik und der Sprecher für Landwirtschaft, Christian Kovacevic.
 
"Die Bevölkerung ist solidarisch mit den heimischen Landwirten. Solidarität kann aber keine Einbahnstraße sein: Wer in schwierigen Zeiten nach Hilfe der Gemeinschaft ruft, kann bei der Bewältigung von essentiellen, die Allgemeinheit treffenden Herausforderungen - und das ist das leistbare Wohnen! - nicht immer als Pauschal-Blockierer auftreten”, stellen Blanik und Kovacevic gegenüber dem Bauernbund klar. Zumal landwirtschaftliche Betriebsflächen im Entwurf zur Baulandmobilisierungsabgabe dezidiert ausgenommen sind und selbige im Land Salzburg bereits erfolgreich angewandt wird.
 
Die Mobilisierung von Bauland für leistbares Wohnen mit Verweis auf etwaigem Verkaufsdruck auf bäuerliche Familien abzuwürgen versuchen, gehe dabei auch ins Leere: "Wenn junge Familien sich nichts mehr aufbauen, keine leistbare Wohnung mehr finden können, darf das keiner Partei, keiner Interessensvertretung egal sein - auch nicht dem Bauernbund”, kontert SPÖ-Wohnbausprecherin Blanik und verweist auf die sorgfältige Ausgestaltung des Vorhabens: “Die Baulandmobilisierung ist ein Werkzeug gegen diese Problematik, legitime Interessen wie Landwirtschaft und Vorsorge für die Enkel finden Rücksicht und sind geschützt. Im Visier sind ausschließlich die Spekulanten, deren Geschäftemacherei auf dem Rücken der wohnkostengeplagten Bevölkerung wir einen Strich durch die Rechnung machen.”
 
Umso mehr fordert SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kovacevic den Bauernbund auf, seine ideologiegetriebene Blockadehaltung zu überdenken. "Es sind herausfordernde Zeiten, aber wenn wir zusammenhalten, können wir Perspektiven schaffen - und zwar für alle in unserem Land. Mit zielgerichteten Hilfen gegen die Dürre und einem Schulterschluss für das leistbare Wohnen. Halten wir zusammen, schaffen wir gemeinsam Zukunft für unser Land. Dazu laden wir auch den Bauernbund ein."
 

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