Klima: „Gemeinsam für die Bevölkerung an einem Strang ziehen“

„Klimawandel ist Fakt“: Antrag von LAbg. Christian Kovacevic für langfristige Maßnahmen, um gegen Klimawandel und Katastrophen zu wappnen; Wasser und Landwirtschaft im Fokus

Temperaturen teils jenseits der 40 Grad, heftige Unwetter und Muren, anhaltende Trockenheit, Wassermangel auf Feldern und Almen: Die Hitzewelle hat auch Tirol fest im Griff. Das beschäftigt auch die Landespolitik. Allen voran den SPÖ-Umweltsprecher im Landtag, Christian Kovacevic. Er fordert bundesseitig rasche und langfristig wirksame Maßnahmen, um der hitzegeplagten Bevölkerung beizustehen – und nicht zuletzt auch der Landwirtschaft. Mit Maßnahmen zur Anpassung an zunehmende Trocken- und Hitzeperioden, darunter die Sicherung der Trinkwasserversorgung und mehr Unterstützung für Bäuerinnen und Bauern.

Dafür hat der Sozialdemokrat einen Antrag eingebracht – und das bereits im Juni, macht der Tiroler SPÖ-Abgeordnete doch seit langem die immer stärker spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zum Thema: Die aktuellen Hitzewellen und daraus resultierende Dürreperioden und Naturkatastrophen sind nicht über Nacht entstanden. Genauso wenig können diese langjährigen Entwicklungen innerhalb weniger Tage wieder gelöst werden. Umso wichtiger ist, dass wir uns dem Thema stellen. Nicht irgendwann, sondern jetzt“, fordert Kovacevic: „Darauf verweisen wir immer wieder, zuletzt auch wieder im Juni mit unserem Antrag an den Landtag.“

Zwar seien insbesondere auf Initiative der Bundes-SPÖ bereits mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, darunter der Hitzeschutzplan und Erleichterungen für den Einbau von Klimaanlagen. Doch noch immer gebe es Akteure, die Maßnahmen bewusst aus parteitaktischem Kalkül verzögern. So verliere sich der politische Diskurs in Diskussionen, während es längst Zeit zum Handeln sei, will Kovacevic weniger Worte und mehr Taten sehen.

„Der Klimawandel ist Fakt. Das bekommen wir in den letzten Tagen besonders hart zu spüren. Eine echte Chance auf Veränderung werden wir aber nur haben, wenn endlich alle politischen Lager den Ernst der Lage erkennen und gemeinsam für die Bevölkerung an einem Strang ziehen“, fordert Kovacevic – und findet deutliche Worte: „Wer das aus Parteikalkül verzögert, soll wissen, dass diese Parteikalkül Leben kostet – und unsere Kinder die Zukunft.“

Deshalb sollen und müssen die notwendigen Maßnahmen spätestens bis zum Herbst ausgearbeitet werden, damit sie im nächsten Sommer wirken können. Dafür gelte es die Finanzierung sicherzustellen und andererseits auch ideologische Scheuklappen abzulegen: Es nützt nichts, wenn notwendige Klimaschutzmaßnahmen wieder ideologischen oder budgetären Zwängen geopfert werden, nur weil die Temperaturen im Herbst und Winter sinken. Das haben wir in der Vergangenheit leider immer wieder erlebt. Das muss aufhören. Politik braucht Konsequenz, das ist unsere Verantwortung gegenüber der Bevölkerung“, schließt Christian Kovacevic, SPÖ-Umweltsprecher im Tiroler Landtag.

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