Tiroler Landtag: Fortschritte & Handlungsbedarf beim Gewaltschutz

Bundes-Spitze bei Schutzunterkünften, SPÖ wird neue Maßnahmen mit Expert:innen vorlegen und weist FPÖ zurecht - KO Elisabeth Fleischanderl: „Lückenloser Schutz vor Gewalt bleibt Pflicht und Auftrag.“

Bei der Dichte an Schutzunterkünften für gewaltbetroffene Frauen und Kinder führt Tirol das Bundesländer-Ranking an. Der Mord an einer Innsbruckerin durch ihren Ex-Mann jedoch lege schmerzlich offen, dass es zur Gewaltfreiheit noch ein langer Weg ist, betont die SPÖ-Klubobfrau Elisabeth Fleischanderl zur laufenden Sitzung des Tiroler Landtags: „Wir sehen Fortschritte in Tirol, verlieren aber nicht das Ziel aus den Augen: Lückenloser Schutz vor Gewalt bleibt Pflicht und Auftrag.“

In diesem Bewusstsein werden mit einer bereits etablierten Expert:innengruppe weitere Maßnahmen erarbeitet, wie die zuständige SPÖ-Landesrätin Eva Pawlata den Landtag in der heutigen Fragestunde informierte. Diskutiert werde dabei auch das Potential eines stillen Notfallknopfs für gewaltbetroffene Frauen, wie sie die Grünen heute als Vorschlag deponiert haben.

Eingebettet werden sollen neue wie bewährte Maßnahmen in einem neuen Gewaltschutzkonzept. „Was die Tiroler Grünen hier zu ihrer Regierungszeit als Gewaltschutzkonzept vorgelegt hat, mag gut gemeint gewesen sein, ging aber über eine Studie zum Ist-Zustand kaum hinaus“, so das Fazit der SPÖ-Klubchefin, die festhält: „Was wir brauchen, ist ein konkreter Plan mit konkreten Maßnahmen, um Frauen und Kinder lückenlos zu schützen. Diesen Plan werden wir als SPÖ vorlegen.“

Scharfe Kritik übt Fleischanderl am Auftritt von FPÖ-Frauensprecherin Gudrun Kofler im Landtag: „Das Andenken einer ermordeten Frau zu missbrauchen, um die Hass-Agenda der FPÖ zu rechtfertigen, ist selbst für eine Frauensprecherin der Freiheitlichen ein neuer Tiefpunkt und klar zu verurteilen. Kalkulierte Hetze schützt keine Frau und verschleiert das Grundproblem: Frauenverachtung hat weniger mit Herkunft als mit Geschlecht zu tun – und mit patriachalen Strukturen, die Frauen zu Opfern und Männer zu Tätern macht. Diese Strukturen wollen wir einreißen“, schließt Elisabeth Fleischanderl, Klubobfrau der SPÖ Tirol.

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