Elisabeth Fleischanderl, SPÖ-Klubchefin im Tiroler Landtag und Vorsitzende der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen: „Die berichteten Vorfälle im Zillertal zeigen, wie sehr wir den Kampf gegen Rechtsextremismus intensivieren müssen."
Nazi-Sprechchöre in der Bahn, NS-Schmierereien auf den Tischen: Die SPÖ-Klubchefin im Tiroler Landtag, Elisabeth Fleischanderl, verurteilt die am Sonntag bekanntgewordenen, mutmaßlichen Fälle von Wiederbetätigung rund um das Gauder Fest im Zillertal.
„Es ist wichtig, hier in Haltung aufzustehen und gemeinsam zu sagen: Nationalsozialistisches Gedankengut hat in Tirol keinen Platz, erst recht nicht in unserer Mitte. Die Fälle müssen restlos aufgeklärt werden und Konsequenzen haben."
Allein mit Polizeiarbeit werde es jedoch nicht getan sein. Vielmehr gelte es, Rechtsextremismus an der Wurzel zu bekämpfen, berichten doch bereits Tiroler Volksschulen von steigender Radikalisierung und Gewaltbereitschaft unter den Kindern. „Man muss sich anschauen, woher das kommt. Wir warnen seit Jahren vor dem Wiedererstarken des Rechtsextremismus als größte Gefahr für unsere Demokratie. Dieser Gefahr von rechts müssen wir gemeinsam ins Auge blicken und nicht nur ins Gewissen reden."
Innenminister Karner sei aufgerufen, den Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus konsequent umzusetzen. „Auch wir prüfen weitere Maßnahmen, die wir in Tirol setzen können", kündigt Fleischanderl an.
Couragierte Bürgerinnen und Bürger seien jedenfalls unverzichtbar: „Wenn Bürgerinnen und Bürger beobachtete Fälle von NS-Wiederbetätigung auf- und anzeigen, ist das mutig und wichtig. Denn jene, die schamlos und öffentlich eine menschenfeindliche Ideologie verherrlichen, stellen sich gegen geltendes Gesetz genauso wie gegen Österreich. Das ist die Kern-DNA unserer Republik: Faschismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft“, schließt Elisabeth Fleischanderl, Klubobfrau der SPÖ im Tiroler Landtag.



