Tiroler SPÖ-Verkehrssprecher Christian Kovacevic appelliert an Nachbarstaaten und Union: Mehr Tempo bei BBT-Zulaufstrecken, Unterstützung für Bevölkerung statt Frächter-Lobby
Knapp 1,9 Millionen Transit-LKW passierten bis Ende September die A13-Mautstelle Schönberg und damit den Brenner. Das sind 75.000 Sattelschlepper und LKWs mit Anhänger mehr als im Vorjahres-Vergleichszeitraum. Hält diese Entwicklung an, könnten bis Jahresende rund 2,5 Millionen Transit-LKWs den Brenner passiert haben. Ein drohender Negativ-Rekord.
Das unterstreicht die Notwendigkeit der Tiroler Anti-Transitmaßnahmen – und sollte Anlass für Italien, Deutschland und die EU sein, ihre Haltung zu überdenken, fordert der Tiroler SPÖ-Verkehrssprecher Christian Kovacevic: „Die aktuellen Zahlen am Brenner belegen deutlich, dass die enorme Transitbelastung in unserem Land kein Hirngespinst der Tiroler Politik, sondern leider traurige Realität auf unseren Straßen ist. Daher fordern wir Italien, Deutschland und die EU nochmals auf, angesichts des drohenden Transit-Rekords ihre bisherige Haltung zu überdenken“, sagt Kovacevic und präzisiert: „Dies gilt einerseits für Entscheidungen der EU, die dem Wunsch Italiens entsprechend offenbar die Interessen der Frächter-Lobby über die Gesundheit der Tiroler Bevölkerung stellen – und andererseits auch für die bayerische Politik, die aus regionalpolitischen Gründen wegweisende Entscheidungen für die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Zulaufstrecken zum BBT blockiert.“
Am Ende des Tages werde auch kein Weg an einer Mauterhöhung für den gesamten Brenner-Korridor vorbeiführen. „Solange die Brenner-Route der Billige Jakob in Europa ist, werden die Transitzahlen weiter nach oben gehen“, spricht sich Kovacevic für eine faire Korridormaut aus.
Jeglichen EU-Klagen zum Trotz werde die SPÖ weiter solidarisch an der Seite der Bevölkerung gegen die Transitbelastung ankämpfen. „Das beweisen wir als SPÖ im Tiroler Landtag – und genauso im Bereich des Brennerbasistunnels und dem weiteren Ausbau der Zulaufstrecken im Tiroler Unterinntal, wo wir gemeinsam mit Landesrat Zumtobel auf das Einhalten von Vereinbarungen und die schnellstmögliche Umsetzung pochen. Das doppelte Spiel der Salvini-Freunde der FPÖ nehmen wir zur Kenntnis, die Gesundheitsbelastung unserer Bevölkerung aber werden wir als SPÖ niemals akzeptieren“, schließt Christian Kovacevic, SPÖ-Verkehrssprecher im Tiroler Landtag.



