Blanik/Plach: Tirol verschärft Gangart gegen AirBnB und Co.

Digitale Registrierungspflicht zur Eindämmung illegaler Kurzzeitvermietung: „Wichtig für leistbares Wohnen, aber auch für die Lebensqualität insgesamt.“

Die schwarz-rote Tiroler Landesregierung will weiter gegen illegale Kurzzeitvermietung vorgehen. Geplant ist eine digitale Registrierungspflicht für Unterkunftsgeber, die Wohnungen an Tourist:innen vermieten wollen, was wiederum einer Genehmigung seitens Baubehörde bedarf. Das zerre nicht nur ans Licht, ob vorgeschriebene Abgaben bezahlt werden. Sondern auch, ob die Wohnung überhaupt derart über AirBnB und Co. vermietet werden darf, begrüßt die SPÖ-Wohnbausprecherin im Tiroler Landtag, Elisabeth Blanik, die geplante Maßnahme.

„Wir haben es als SPÖ immer betont und werden es immer betonen: Die Geschäftemacherei mit wertvollem Tiroler Wohnraum über Online-Plattformen wie AirBnB ist unbedingt einzudämmen. Die Registrierungspflicht ist hier ein weiterer, sinnvoller Schritt. Wichtig für leistbares Wohnen, aber auch für die Lebensqualität insgesamt. Weil es die Leute zurecht ärgert, wenn sich in der Nachbarswohnung fremde Personen die Klinke in die Hand geben, die Wohnqualität und das Miteinander verloren gehen“, unterstreicht Blanik.

Redliche Privatzimmervermietung, wie sie gerade im ländlichen Tiroler Raum verwurzelt ist, ist nicht im Visier: „Tourismus soll seinen Platz haben. Aber nicht in Wohnsiedlungen, wo Kurzzeitvermietung zurecht verboten ist.“

Die AirBnB-Auswüchse zeigt auch der Innsbrucker SP-Stadtparteichef Benjamin Plach auf. Genauso wie die damit verbundenen Tricks. „Es ist mittlerweile einfach nur mehr schamlos. Oft werden gleich mehrere Wohnungen in einem Gebäude auf AirBnB tageweise verschachert, die Schlüssel gibt’s per Code vom Fahrradständer – menschlicher Kontakt: Fehlanzeige. Das ist ein Geschäftsmodell, das direkt auf Kosten der einheimischen Bevölkerung geht und deshalb abzudrehen ist“, befürwortet Plach die geplante Registrierpflicht: „Jede Maßnahme, die das Land gegen illegale Kurzzeitvermietung setzt, werden wir in Innsbruck vollumfänglich unterstützen.“

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