Pawlata: Maßnahmen gegen Gewalt in Tirol

In Tirol wird der Gewaltschutz weiter gestärkt: Aktuell stehen 183 Schutzwohnungen für Frauen und Kinder zur Verfügung, heuer kommen 18 weitere hinzu. SPÖ-Soziallandesrätin Eva Pawlata betraut als nächsten Schritt die etablierte Expert:innengruppe Gewaltprävention mit der Erarbeitung weiterer konkreter Maßnahmen.

 

Tirol hat den Gewaltschutz in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut und steht im Bundesländervergleich sehr gut da – insbesondere bei den Frauenplätzen in Schutzeinrichtungen. Tirol liegt bei der Dichte der Schutzplätze pro 10.000 Einwohner:innen österreichweit an der Spitze und erfüllt damit nahezu die Vorgaben der Istanbul-Konvention.

Allein zwischen 2022 und 2024 wurden 7,2 Millionen Euro in Gewaltschutz und Gewaltprävention investiert. Davon entfielen rund 4,5 Millionen Euro auf den unmittelbaren Gewaltschutz und etwa 2,7 Millionen Euro auf präventive Maßnahmen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau sicherer Unterbringungsmöglichkeiten: Rund 3,8 Millionen Euro wurden in Frauenhäuser investiert, zusätzlich wurden Übergangswohnungen mit über 540.000 Euro unterstützt.

„So wichtig es ist, Angebote auszubauen, so entscheidend ist es, die bestehenden Strukturen noch gezielter zu vernetzen und weiterzuentwickeln“, betont SPÖ-Landesrätin Eva Pawlata. Die etablierte Expert:innengruppe Gewaltprävention wird daher mit der Erarbeitung konkreter Maßnahmen betraut, sodass bereits im kommenden Jahr weitere Schritte gesetzt werden können.

Für die SPÖ ist klar: Gewaltschutz ist eine gemeinsame Verantwortung. Er funktioniert dann am besten, wenn alle Bereiche zusammenspielen – von Schutz über Beratung bis hin zur Prävention. Ziel ist es, bestehende Angebote besser zu verknüpfen und dort nachzubessern, wo noch Lücken bestehen.

Mit den Leitlinien „Gemeinsam gegen Gewalt“ wurde dafür bereits eine zentrale Grundlage geschaffen. Erstmals arbeiten damit alle zentralen Akteur:innen im Gewaltschutz auf einer gemeinsamen Basis und mit einer klaren Zielrichtung. Jetzt geht es darum, diese Linie konsequent in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.

Ein weiterer Fokus liegt auf neuen Herausforderungen wie digitale Gewalt, Hass im Netz oder Deepfakes. Neue Formen von Gewalt müssen genauso ernst genommen werden wie Gewalt im unmittelbaren sozialen Umfeld.

„Unser Ziel ist klar: Menschen, die von Gewalt betroffen sind, sollen in Tirol im entscheidenden Moment rasch Hilfe finden und wieder ein sicheres Leben führen können“, so Pawlata.

 

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