Tiroler SPÖ-Integrationssprecher Benedikt Lentsch betont Bekenntnis zur konsequenten Rassismusbekämpfung - mit Beratung und Unterstützung, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene
Zum heutigen, noch nicht rechtskräftigen Urteil im Fall eines abgelegten Schweinekopfs, den ein 27-Jähriger in Hall in Tirol vor die Tür einer türkischstämmigen Familie abgelegt hat, äußert sich die SPÖ Tirol in Person von Benedikt Lentsch, Integrationssprecher im Tiroler Landtag: „Auch, wenn das Urteil unserem Gerechtigkeitsempfinden widerspricht: Ein Urteil ist zu akzeptieren, Rassismus aber immer zu verurteilen. Seinen Nachbarn so zu begegnen, entspricht weder dem Anstand noch den Werten einer starken, demokratischen Gesellschaft, wie wir sie in Tirol hochhalten.“
Die Tiroler Zivilgesellschaft halte hier auch dagegen: „Jedem Fall von Rassismus steht in unserem Land die Reaktion der Mehrheit entgegen, die so ein Verhalten zurecht ablehnt und in Wort und Tat betont, dass Rassismus in Tirol keinen Platz hat."
An der Seite der rassismus-ablehnenden Mehrheit stehe die SPÖ Tirol. Das zeige sich unter anderem in der finanziellen Absicherung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten trotz budgetär herausfordernder Zeiten, betont Lentsch. „Als Land Tirol fördern und unterstützen wir zahlreiche Vereine, NGOs und Initiativen, die tagtäglich wertvolle Arbeit gegen Diskriminierung und Rassismus und für ein gutes Zusammenleben leisten. Diese Arbeit ist ein unverzichtbarer Teil unserer Integrationspolitik.“ Auch LH-Stv. Philip Wohlgemuth als Integrationsreferent setze auf eine Integrationspolitik, die Probleme nicht ausblende, sondern auf Fakten, konkrete Unterstützung und ein gutes Zusammenleben setze – vom Integrationsmonitor bis hin zu Maßnahmen für bessere berufliche Perspektiven und eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.
Zugleich werde die SPÖ Tirol noch in dieser Legislaturperiode klare Standards für Rassismus-Prävention und Awareness speziell im Bereich von Großveranstaltungen vorlegen. "Das Zusammenleben aller Teile unserer Gesellschaft, die Integration zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Politik. Wir nehmen diese Aufgabe wahr. Pragmatisch, menschlich wie konsequent - als vernünftiges Modell abseits von grüner Verleugnung und blauer Hetze", erklärt Benedikt Lentsch, SPÖ-Integrationssprecher im Tiroler Landtag



