Kratom-Konsum: SPÖ für Prüfung der Vertriebswege und mehr Prävention

SP-Jugendsprecher Christian Kovacevic: „Kratom-Konsum ist ernstzunehmende Gefahr“ – Verbot zu diskutieren, zuvor aber Fokus auf Prävention und Aufklärung

Legal erhältlich, doch brandgefährlich: Der Herzstillstand eines 22-jährigen Innsbruckers nach Konsum von Kratom-Tee sorgt für Schlagzeilen. Das dürfe auch langfristig nicht unbeachtet bleiben, fordert der SPÖ-Jugendsprecher im Tiroler Landtag, Christian Kovacevic: „Der Konsum der berauschenden Blätter aus Südostasien ist eine ernstzunehmende, in manchen Fällen sogar tödliche Gefahr – auch, wenn sie bislang weitgehend unter der öffentlichen Wahrnehmungsgrenze liegt und Kratom als vergleichsweise risikoarme Substanz galt.“

Nicht zuletzt nach dem Fall in Innsbruck sei es an der Zeit, mögliche Maßnahmen zu prüfen – und das über Kratom hinaus: „Angesichts der zunehmenden Missbrauchsfälle braucht es rund um Kratom, aber auch andere sogenannte ,legal highs‘ eine genaue Untersuchung der gesetzlichen Lage“, sieht Kovacevic akuten Handlungsbedarf auf Bundesebene. Unter die Lupe zu nehmen seien nun in einem ersten Schritt die Vertriebswege. „In letzter Konsequenz ist aber auch über eine Aufnahme ins Suchtmittelgesetz zu diskutieren“, so Kovacevic.

Schon jetzt sei jedenfalls die Wissenschaft, vor allem aber auch die Jugendarbeit intensiver miteinzubeziehen. Hier ortet Kovacevic auch Möglichkeiten für die Landespolitik, gerade im Bereich der Aufklärung und Prävention. „Ziel muss sein, junge Menschen vor vermeintlich harmlosen, betäubenden Substanzen und deren Missbrauch zu schützen. Wenn das über intensivere Aufklärung und Prävention effektiv gelingen kann, ist dieser Weg zuallererst zu beschreiten. Weil nicht nur einzelne Substanzen, sondern das Problem im Gesamten zu bekämpfen ist. Denn: Kratom ist nicht die erste und wird nicht die letzte Substanz mit Missbrauchspotential sein. Ein Verbot sollte in einer liberalen Gesellschaft immer das letzte Mittel sein – und macht auch nur dann Sinn, wenn es effektiv dem Schutz der Menschen dient.“

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