Claudia Hagsteiner, SPÖ-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Tiroler Kinderfreunde, verurteilt Äußerungen des FPÖ-Bundesparteiobmanns: „Unfassbar, selbst für die FPÖ“
Neben seinen üblichen Hassreden sprach sich FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl am 1. Mai für Gewalt an Kindern aus. Das sei auf das Schärfste zu verurteilen, sagt Claudia Hagsteiner, SPÖ-Familiensprecherin im Tiroler Landtag und Vorsitzende der Tiroler Kinderfreunde.
„Dass sich ein Politiker wünscht, dass Kinder in der Schule von Lehrpersonen wieder geschlagen werden, ist schlicht unfassbar, selbst für die FPÖ unter Kickl. Solche Äußerungen sind an Niedertracht kaum zu überbieten und auf das Schärfste zu verurteilen“, kritisiert Hagsteiner und stellt klar: „Kein Kind verdient es, geschlagen zu werden – auch nicht von einem Lehrer, egal wie sehr Kickl sich das wünscht.“
Wie Kickl zu Gewalt an Kindern aufzurufen, sei auch als Aufruf zu einer Straftat zu werten: Denn Gewalt ist als Erziehungsmittel in Österreich seit 1989 verboten „und dafür haben wir als SPÖ erbittert gekämpft“, erklärt die Tiroler SPÖ-Landtagsabgeordnete.
Nach einer solchen Entgleisung würde man sich eigentlich nur noch einen Rücktritt erwarten. „Aber jemand wie Kickl, der Kinderrechte derart mit Füßen tritt, hat wohl weder den Anstand noch das Rückgrat, hier Konsequenzen zu ziehen – und so jemand erdreistet sich, für irgendwen sprechen zu wollen“, so Hagsteiner – und weiter: „Da werden sich wohl auch FPÖ-Wähler:innen fragen, ob sie jemanden wie Kickl wirklich unterstützen wollen, der ihre Kinder geschlagen sehen möchte.“



