Höfler: „Ehrenamt stärken heißt Zukunft sichern“

Vom Katastrophenschutz über soziale Dienste bis zu Sport und Kultur: Freiwilliges Engagement ist unverzichtbar. SPÖ-Ehrenamtssprecher Bernhard Höfler setzt sich dafür ein, dass Ehrenamt mehr Anerkennung, Zeit und politische Unterstützung erhält. Denn ohne Ehrenamt würde vieles in Österreich stillstehen.

 

Ehrenamtliches Engagement ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Ob bei Feuerwehr, Rettung, Katastrophenschutz, in sozialen Einrichtungen, der Jugendarbeit, im Sport oder in der Kultur: hunderttausende Menschen in Österreich bringen sich freiwillig ein und sorgen dafür, dass Gemeinschaft funktioniert. Am Internationalen Tag des Ehrenamts wurde dieser Einsatz einmal mehr sichtbar gemacht – unter anderem bei der Verleihung des Ehrenamtspreises im Wiener Rathaus.

Für Bernhard Höfler, Nationalratsabgeordneter aus Tirol und Ehrenamtssprecher der SPÖ, ist klar: Ehrenamt verdient mehr als Dankesreden. „Wer seine Zeit, Energie und oft auch persönliche Ressourcen für andere einsetzt, hält unser Land zusammen. Diese Leistung ist unbezahlbar – aber sie darf nicht unsichtbar bleiben“, betont Höfler.

 

Das Ehrenamt in Bedrängnis: SPÖ für bessere Rahmenbedingungen

Gleichzeitig würden viele Ehrenamtliche zunehmend unter Druck geraten. „Steigende berufliche Belastungen, höhere Lebenshaltungskosten und wachsende Anforderungen innerhalb der Organisationen machen es immer schwieriger, freiwilliges Engagement langfristig aufrechtzuerhalten. Vereine und Einsatzorganisationen berichten seit Jahren davon, dass es komplexer wird, neue Ehrenamtliche zu gewinnen und bestehende zu halten“, unterstreicht Höfler – und sieht besonders junge Menschen oder Personen mit weniger verfügbaren Zeitressourcen an ihre Grenze stoßen.

Höfler sieht hier einen klaren politischen Auftrag: „Wenn wir Ehrenamt wirklich wertschätzen wollen, müssen wir auch die Rahmenbedingungen verbessern.“ Als SPÖ-Ehrenamtssprecher im Parlament setzt er sich daher für strukturelle Maßnahmen ein – etwa für mehr Anerkennung, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt sowie konkrete Unterstützungsangebote für Freiwillige.

 

Vorstoß der FSG Tirol in der Arbeiterkammer

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wurde auch auf Tiroler Ebene gesetzt. Bei der 190. Vollversammlung der Arbeiterkammer Tirol brachte die FSG Tirol vor wenigen Wochen einen umfassenden Antrag ein, der 2026 zum „Jahr des Ehrenamts in Tirol“ erklären will. Ziel sei es, freiwilliges Engagement sichtbar aufzuwerten und durch konkrete Maßnahmen langfristig abzusichern.

So fordert der Antrag unter anderem eine eigene Landesstrategie zur Stärkung des Ehrenamts – in Anlehnung an die europäische Freiwilligenstrategie –, ein jährliches Zeitguthaben für Arbeitnehmer:innen, einen Tiroler Ehrenamtspass zur Anerkennung erworbener Kompetenzen sowie finanzielle Entlastungen in Form von Pauschalen. Damit soll Ehrenamt nicht nur ideell gewürdigt, sondern auch praktisch unterstützt werden.

Für Höfler ist dieser Ansatz ein Modell mit Vorbildwirkung: „Ehrenamtliche leisten Großartiges. Politik muss dafür sorgen, dass Engagement nicht an Zeitmangel oder fehlender Unterstützung scheitert.“ Der Fokus sei klar: Ehrenamt müsse zukunftsfest gestaltet werden, als freiwilliger, aber unverzichtbarer Bestandteil einer solidarischen Gesellschaft.

Bernhard Höfler Weihnachten

Zum Jahresausklang dankt Höfler allen, die sich tagtäglich freiwillig für andere einsetzen: „Mein aufrichtiger Dank gilt allen ehrenamtlich engagierten Menschen in Tirol, die auch 2025 mit ihrem Einsatz Verantwortung übernommen, geholfen und Zusammenhalt gelebt haben. Ehrenamt ist nicht selbstverständlich – es ist ein Geschenk an unsere Gesellschaft.“

Gerade in der Vorweihnachtszeit werde sichtbar, wie viel freiwilliges Engagement unser Zusammenleben trägt. „Ich wünsche allen Ehrenamtlichen und ihren Familien frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes, solidarisches Jahr 2026“, so Höfler abschließend.

 

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