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Farbe bekennen!


15. Jänner 2010

Bei der Wahl von Bürgermeistern und Gemeinderäten geht es nicht nur um Köpfe!

Wenn am 14. März in 278 Gemeinden Tirols - außer in Innsbruck - Bürgermeister und Gemeinderäte gewählt werden, müssen Wählerinnen und Wähler genau schauen, welche Parteifarbe sich hinter neutral anmutenden Listennamen verbirgt.

  

„Welcher Partei der Bürgermeister angehört, ist egal - Hauptsache, er macht seine Sache gut!" Diese „Volksweisheit" wird vor Gemeinderatswahlen gern strapaziert, doch ist sie nicht ganz so wahr wie sie klingt. Die grundsätzliche Haltung, die sich aus der Zugehörigkeit oder Nähe zu einer Partei ergibt, beeinflusst jede politische Entscheidung - bei jeder Gemeinderatssitzung, sechs Jahre lang! Ob Beschlüsse pro Wirtschaft und Schützenverein oder pro Bevölkerung und offenem Jugendtreff ausfallen, hängt in hohem Maß von der Parteifarbe ab, zu der sich Mandatarinnen und Mandatare bekennen.

 

An sozialdemokratisch geführten Gemeinden wird der Unterschied deutlich: Hier werden Kinderbetreuungseinrichtungen bedarfsgerecht ausgebaut, Mittagstisch inklusive, sind Seniorenheime Begegnungsstätten der Generationen, entlasten Kurzzeitpflegeplätze pflegende Angehörige, ermöglicht betreutes Wohnen der älteren Generationen, in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu können, auch wenn nicht mehr alle Tätigkeiten alleine zu schaffen sind.

 

Wählerinnen und Wähler sind deshalb gefordert, genau hinzuschauen, welche Farbe sich hinter so manchem neutral klingenden Listennamen verbirgt. Speziell die ÖVP ist eine Meisterin der Tarnfarbe. Verschiedenste Listen treten vor der Wahl gegeneinander an, um nach der Wahl miteinander zu agieren und abzustimmen. Das System der Koppelungen macht es möglich.

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