Regeln fürs Netz

Hannes Gschwentner

Europa weiter denken

LR Gerhard Reheis

Schrift:
Suche

suchen




Newsletter

weiter

Vor Ort
SPÖ vor Ort

Wohnbauförderung könnte 90 Millionen Euro verlieren


04. Februar 2010

LHStv Gschwentner: „Schluss mit der Mythenbildung zur begünstigten Rückzahlung!"

Mit dem Mythos, wonach eine begünstigte Rückzahlung der Wohnbauförderung die Lösung für schnelles Geld ins Landesbudget wäre, will Wohnbaureferent LHStv Hannes Gschwentner endgültig aufräumen: „Natürlich scheint es gerade jetzt en vogue zu sein, mit populistischen Forderungen hausieren zu gehen, doch wenn man sich richtig mit der Materie beschäftigt, so wäre der Wohnbauförderung und vor allem den nächsten Generationen mit einer begünstigten Rückzahlung ein Bärendienst geleistet", stellt Gschwentner klar.

 

Um die Motive hinter einer begünstigten Rückzahlung zu erkennen, muss man einen Blick auf die Historie werfen: 1987/1988 wurde die Kompetenz über die Wohnbauförderung vom Bund an die Länder übertragen. „Davor wurde eine begünstigte Rückzahlung im Rahmen von 50 Prozent gewährt. Dies ließ Geld in die Bundeskassa fließen, doch den Ländern wurde damit nur ein geringerer Teil der Darlehensrückflüsse zur Verfügung gestellt", erläutert Gschwentner. Die zweite begünstigte Rückzahlung in Tirol war im Jahr 1997 - sowohl die Schaffung der Zukunftsstiftung als auch der Bau der Bahnhöfe St. Anton und Landeck standen an. „Damit kam das Land zu schnellem Geld - allerdings auf Kosten der Wohnbauförderung", so Gschwentner. 1997 wurden 2.700 begünstigte Rückflüsse zu 35 Prozent gewährt.

 

Inzwischen wird die Wohnbauförderung nicht mehr automatisch von Bundesbeiträgen gespeist. Mehr als die Hälfte der Mittel kommen aus den kontinuierlichen Rückflüssen der Darlehensrückzahlungen. „Derzeit laufen 54.100 Darlehen, die durchschnittlich ein Ausmaß von 55.000 Euro haben", rechnet Gschwentner vor und weist darauf hin, dass vor allem jene Personen eine begünstigte Rückzahlung ins Auge fassen würden, die inzwischen niedrige Darlehen zurückzuzahlen haben - vor allem im Hinblick der derzeit schlechten Zinsen für Spareinlagen.

 

„Rechnet man mit rund 3.000 begünstigten Rückzahlungen á 30 Prozent und mit einem durchschnittlichen Darlehen von 30.000 Euro, so würden lediglich 5,5 Prozent der WohnbauförderungsempfängerInnen profitieren. Die Wohnbauförderung würde jedoch 90 Millionen Euro verlieren - dies ist gegenüber den anderen RückzahlerInnen, aber vor allem gegenüber den zukünftigen WohnbauförderungswerberInnen nicht fair", betont Gschwentner.

 

Es würden 27 Millionen Euro verschenkt; 63 Millionen Euro würden ins allgemeine Landesbudget fließen und wären somit nicht mehr für die zukünftige Ausgestaltung der Wohnbauförderung verfügbar. „Allein die ‚verschenkten' 27 Millionen Euro könnten zugunsten von Darlehen für 500 Wohnungen verwendet werden", stellt Gschwentner ein für allemal klar.

 
nach oben